Überschrift Grad 2 Anfang: Bahnhofsquartier Grimma: Wenn die Planung an den Pendlern vorbeigeht Ende der Überschrift.
Rund um den Oberen Bahnhof in Grimma soll sich Großes tun: Unter dem Titel „Entwicklung des Bahnhofsquartiers nimmt Fahrt auf“ präsentierte die Stadtverwaltung Grimma kürzlich auf Facebook die Planungen für die kommenden Jahre. Gemeinsam mit der STEG Stadtentwicklung GmbH aus Dresden und unterstützt durch Fördermittel der Europäischen Union (EFRE), des Bundes und des Freistaates Sachsen sollen Bahnhofspark, Bahnhofsvorplatz, das Wilbers-Gelände, eine Mehrzweckhalle und ein Areal namens „Teletubbyland“ neu geordnet und aufgewertet werden.
Doch während farbenfrohe Schaubilder eine heile Welt aus Grünzügen, Flanierbereichen und modernen Gebäuden versprechen, fällt ein Detail sofort ins Auge: Die Stadt Grimma hat für diesen Beitrag die Kommentarfunktion auf Facebook vollständig abgeschaltet. Ein bezeichnender Schritt, der wenig Interesse an Bürgerbeteiligung und konstruktiver Diskussion erkennen lässt. Wer die Pläne genauer analysiert, versteht schnell, warum man kritische Nachfragen lieber im Keim ersticken wollte: Hinter der hübschen Fassade verbirgt sich eine verkehrspolitische Fehlplanung, die an den realen Bedürfnissen der Menschen in und um Grimma meilenweit vorbeigeht.